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Verrechnungspreise – Überprüfung der Kriterien für die Abgabe und Umstrukturierung des Dossiers

Für das Geschäftsjahr 2021 gelten neue Regeln

Die Globalisierung der Wirtschaft, die Entwicklung von OECD-Leitlinien und die zunehmend hitzige Diskussion über aggressive Steuerplanungssysteme haben zu einer sehr gründlichen Überprüfung der nationalen Rechtsvorschriften über Verrechnungspreise geführt, die seit 2001 in bereits sehr unpraktischen Regeln und Verfahren verankert sind.

Die Verordnung Nr. 268/2021 vom 26. November revidiert die Regelung der Verrechnungspreise, von denen einige Änderungen hervorgehoben sind, die wir hier auflisten:


1. ÜBERPRÜFUNG DER KRITERIEN FÜR DIE ABGABE AUS DER DOSSIERORGANISATION

  • Einrichtungen, die in dem Zeitraum, auf den sich die Verpflichtung bezieht, jährliche Gesamterträge von weniger als 10 Mio. EUR erzielt haben (Artikel 17 Absatz 3 ist vom Dokumentationsverfahren (Hauptdossier und spezifisches Dossier) ausgenommen.
  • Selbst wenn die vorherige Obergrenze überschritten wird, gilt die Befreiung für verbundene Transaktionen, deren Wert in diesem Zeitraum 100 000 EUR und insgesamt 500 000 EUR unter Berücksichtigung ihres Marktwerts nicht überschritten hat (Artikel 17 Absatz 5).

2. UMSTRUKTURIERUNG DES DOSSIERS

  • Einrichtungen, die als kleine oder mittlere Unternehmen eingestuft werden und nicht von der Einheit „Große Steuerpflichtige“ begleitet werden, sofern sie nicht unter die früheren Ausnahmen fallen, verfügen über ein vereinfachtes Dokumentationsdossier (Artikel 19).
  • Ausdrückliche Bereitstellung einer doppelten Struktur, die sich in die Erstellung und Pflege eines Stammdossiers und eines spezifischen Dossiers (Lokale Akte) im Gefolge internationaler Empfehlungen (Artikel 17 Absätze 8, 9 und 11) und Anhänge I und II) niederschlägt.

3. SONSTIGE ÄNDERUNGEN

  • Definition der Validität von Vergleichbarkeitsstudien (Artikel 17 Absatz 12);
  • Weitere Klarstellungen zu Inhalt und Anhängen zu Kostenteilungsvereinbarungen (Artikel 18 Absatz 2 und Anhang III) und gemeinsame Dienste (Artikel 18 Absatz 3 und Anhang IV);
  • Berichtigungsverfahren im Falle der Berichtigung von Gewinnen zwischen verbundenen Unternehmen (Artikel 20 bis 25).
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